Was bedeutet eigentlich FPS?
Dieser Begriff, der vor allem Gamern vertraut ist, taucht häufig auf, wenn über Spiele und Gaming-PCs gesprochen wird.
Doch nicht allen ist unbedingt klar, was FPS eigentlich bedeutet. In diesem Blogbeitrag tauchen wir in die Welt der Gamer ein und erklären die wichtigsten Dinge, die man über das Thema wissen sollte.
Was bedeutet FPS?
Die Bildrate, also FPS (frames per second), ist seit Langem ein wichtiger Maßstab für Gamer, wenn es um die Leistung eines Computers geht. Praktisch gesehen ist FPS eine Zahl, die angibt, wie viele Bilder pro Sekunde auf dem Bildschirm dargestellt werden. Für Spieler ist das also oft ein wichtiger und aussagekräftiger Wert, denn die Anzahl der Bilder macht einen deutlichen Unterschied. Je mehr Bilder pro Sekunde angezeigt werden können, desto flüssiger wirkt das Spiel. Eine niedrige FPS-Zahl, zum Beispiel 10 bis 20, führt zu deutlich ruckelnden Bewegungen, was das Spielerlebnis entsprechend unangenehm macht. Eine höhere Bildrate von 60 FPS oder mehr sorgt dagegen für ein deutlich angenehmeres und flüssigeres Spielerlebnis.
FPS und die Bildwiederholrate des Monitors
Die Bildwiederholrate des Monitors und die FPS hängen zwar zusammen, bedeuten aber nicht dasselbe. Die Geschwindigkeit der Grafikkarte bestimmt, wie viele Bilder sie an den Monitor senden kann, während die Bildwiederholrate angibt, wie viele Bilder der Monitor pro Sekunde tatsächlich darstellen kann.
In der Praxis wirkt ein Gaming-PC, der ein Spiel mit 120 Bildern pro Sekunde ausführt, auf einem 120-Hz-Monitor deutlich flüssiger als auf einem 60-Hz-Monitor, weil doppelt so viele Bilder sichtbar werden.
Bringt eine höhere FPS-Zahl als die Hertz-Zahl des Monitors überhaupt etwas? Vereinfacht gesagt gilt: Je mehr Bilder die Grafikkarte erzeugt, desto aktuellere Informationen erreichen den Bildschirm. Auch wenn ein Teil dieser Bilder verloren geht, reagiert das Spiel auf Mausbewegungen und Tasteneingaben dennoch schneller, je höher die FPS sind. Das beste Spielerlebnis erhält man jedoch immer mit einem Monitor, der möglichst viele der von der Grafikkarte erzeugten Bilder auch tatsächlich anzeigen kann.
Auf dem Bildschirm kann allerdings sogenanntes Screen Tearing auftreten, also ein sichtbares „Zerreißen“ des Bildes, wenn die Anzahl der von der Grafikkarte gelieferten Bilder nicht zur Bildwiederholrate des Monitors passt. Wenn die FPS zum Beispiel höher sind als die Hertz-Zahl des Monitors, kann es passieren, dass die Grafikkarte mehr Bilder liefert, als der Monitor darstellen kann. Dadurch kann das endgültige Bild auf dem Bildschirm aus Teilen von zwei verschiedenen Einzelbildern bestehen. Gerade in schnellen Spielen sehen solche Mischbilder verzerrt und unnatürlich aus.
Die bekanntesten Grafikkartenhersteller haben jedoch Technologien entwickelt, mit denen die FPS an die Bildwiederholrate des Monitors angepasst werden können. Bei Nvidia heißt diese Technologie G-Sync, bei AMD FreeSync. Diese Technik synchronisiert die FPS der Grafikkarte mit der Bildwiederholrate des Monitors, sodass kein Screen Tearing mehr auftritt.
Lies hier mehr über die Unterschiede zwischen Monitorpanels!
Welche FPS sind beim Gaming ideal?
- 30 FPS – Für viele Einzelspieler-Spiele ausreichend. Kann dem Spiel sogar einen etwas filmischeren Eindruck verleihen. Unterhalb dieses Werts wird das Bild jedoch bereits deutlich ruckelig.
- 60 FPS – Die typische Bildrate bei Spielkonsolen und ein flüssiges Niveau für praktisch alle Arten von Spielen.
- 120 FPS – In Kombination mit einem Monitor mit hoher Bildwiederholrate wirkt die Bewegung besonders flüssig und direkt. In Spielen, die Präzision und schnelle Reaktionen erfordern, sorgt das für ein sehr angenehmes Spielerlebnis.
- 240 FPS – Der Unterschied zu 120 FPS ist vergleichsweise gering. In diesem Bereich geht es bereits um kompetitives Spielen, bei dem maximale Leistung angestrebt wird und jeder noch so kleine Vorteil zählt.
Die meisten Spielkonsolen lassen Spiele mit etwa 30 bis 60 FPS laufen. Wenn du also eher Gelegenheitsspieler bist, ist ein Ziel von 240 FPS nicht unbedingt nötig. Um wirklich sehr hohe FPS-Werte zu erreichen, vor allem in anspruchsvollen Spielen, braucht man bereits einen äußerst leistungsstarken Rechner mit unter anderem einer sehr starken Grafikkarte.
Welche Faktoren beeinflussen die Bildrate am stärksten?
Die Komponenten des Computers
Den größten Einfluss auf die FPS haben die Komponenten des Computers, also die einzelnen Bauteile und ihre Leistung. Am wichtigsten ist dabei die Grafikkarte, weil sie für die Darstellung der Grafik auf dem Bildschirm verantwortlich ist. Der Prozessor spielt für die Bildrate zwar nicht dieselbe zentrale Rolle wie die Grafikkarte, ein zu schwacher Prozessor kann die FPS jedoch im schlimmsten Fall spürbar beeinträchtigen und das Spielerlebnis erheblich verschlechtern. Die Computerkomponenten, insbesondere Prozessor und Grafikkarte, sollten daher gut aufeinander abgestimmt sein, damit kein einzelnes Teil zum Flaschenhals der Leistung wird. Bei den von Nuvoo angebotenen Gaming-PCs wurde darauf bereits geachtet. Das Mainboard hat dagegen kaum oder gar keinen Einfluss auf die FPS. Auch der Arbeitsspeicher (RAM) beeinflusst die Bildrate in der Regel nur sehr wenig.
Die Grafikeinstellungen
Die Grafikeinstellungen eines Spiels haben einen enormen Einfluss auf die Bildrate. Schon allein eine höhere Auflösung kann die FPS deutlich senken, weil die Grafikkarte dann wesentlich mehr Pixel berechnen und darstellen muss. Zwischen den höchsten und niedrigsten Einstellungen kann der Unterschied bei den FPS erheblich sein. Die größten Auswirkungen auf die Bildrate haben in den meisten Spielen die Kantenglättung (Anti-Aliasing) sowie Schatten beziehungsweise Schattenqualität. Wenn man diese reduziert, steigen die FPS oft spürbar und das Spiel läuft flüssiger. In modernen Spielen gibt es in der Regel empfohlene Einstellungen der Entwickler, die ein guter Ausgangspunkt sind, um auszuprobieren, mit wie vielen Bildern pro Sekunde das Spiel auf dem eigenen System läuft.
Das Spiel läuft nicht richtig – was kann ich tun?
- Schließe alle anderen geöffneten Anwendungen, die möglicherweise Leistung von deinem Computer beanspruchen.
- Prüfe über den Pfeil „Ausgeblendete Symbole einblenden“ in der Taskleiste, welche Programme im Hintergrund laufen.
- Reduziere die Grafikeinstellungen im Spiel.
- Stelle sicher, dass sowohl die Systemupdates als auch die Treiber deiner Grafikkarte auf dem neuesten Stand sind.
Läuft dein Spiel immer noch nicht gut genug? Dann ist es vielleicht an der Zeit, auf einen leistungsstärkeren Computer umzusteigen. Entdecke das Gaming-PC-Sortiment von Nuvoo.